Beim heutigen Dienstabend stand die praxisnahe Vertiefung zentraler Maßnahmen der Ersten Hilfe und technischen Rettung im Mittelpunkt. Ziel war es, Handlungssicherheit zu gewinnen und Abläufe zu standardisieren.
Richtiges Schienen von Verletzungen
Ein Schwerpunkt lag auf der fachgerechten Ruhigstellung von Frakturen und Gelenkverletzungen. Dabei wurde insbesondere betont, dass immer das betroffene Gelenk sowie das jeweils angrenzende Gelenk mit ruhiggestellt werden müssen. Vor und nach dem Anlegen der Schiene sind Durchblutung, Motorik und Sensibilität (DMS-Kontrolle) zu überprüfen und zu dokumentieren. Ebenso wurde auf eine achsengerechte Lagerung und eine ausreichende Polsterung zur Vermeidung von Druckstellen geachtet.
Anlage eines Druckverbandes
Im zweiten Ausbildungsblock wurde das korrekte Anlegen eines Druckverbandes trainiert. Ziel ist die effektive Blutstillung bei starken äußeren Blutungen. Wichtig sind eine sterile Wundauflage, ein ausreichend dimensionierter Druckkörper sowie eine straffe, aber nicht abschnürende Fixierung mit einer elastischen Binde. Auch hier gilt: regelmäßige Kontrolle der Durchblutung distal der Verletzung. Ergänzend wurden typische Fehlerquellen – etwa zu geringer Druck oder verrutschende Verbandmaterialien – thematisiert.
Verwendung des Spineboards
Ein besonders wichtiger Teil des Abends war die korrekte Anwendung des Spineboards zur patientenschonenden Rettung bei Verdacht auf Wirbelsäulenverletzungen. Behandelt wurden Indikationen, Kontraindikationen sowie das strukturierte Vorgehen bei der Umlagerung (z. B. mittels Log-Roll-Technik). Besonderes Augenmerk lag auf der kontinuierlichen manuellen Stabilisierung der Halswirbelsäule, der achsengerechten Ausrichtung sowie der sicheren Fixierung mit Gurtsystem und Headblocks. Zudem wurde die enge Kommunikation innerhalb des Trupps als entscheidender Faktor für eine sichere Durchführung hervorgehoben.
Der Dienstabend bot eine wertvolle Gelegenheit, theoretisches Wissen praktisch umzusetzen und die Zusammenarbeit im Team weiter zu stärken. Durch wiederholtes Training dieser grundlegenden Maßnahmen wird im Einsatzfall ein routiniertes und sicheres Handeln gewährleistet.