Dienstabend im Donautal
Am Mittwoch trafen sich Einsatzkräfte der DLRG Sigmaringen an der Donaubrücke in Dietfurt, um im Fachbereich Strömungsrettung verschiedene Abseiltechniken unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren. Geplant und geleitet wurde die Übung von Max und Nils, die die einzelnen Übungsabschnitte vorbereitet und vor Ort koordiniert haben.
Ziel der Übung war es, den sicheren Umgang mit Seiltechnik, persönlicher Schutzausrüstung und den Abläufen an einer Einsatzstelle weiter zu festigen. Gerade in der Wasserrettung kann es Situationen geben, in denen Einsatzkräfte nicht einfach über einen normalen Zugang ans Wasser gelangen. Steile Uferbereiche, Brücken, unwegsames Gelände oder Hochwasserlagen können besondere Vorgehensweisen erforderlich machen. Deshalb ist regelmäßiges Training wichtig, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.
Zu Beginn wurde das Abseilen über Gelände geübt. Dabei standen der sichere Aufbau der Abseilstelle, die gegenseitige Kontrolle der Ausrüstung und das ruhige, kontrollierte Vorgehen im Mittelpunkt. Anschließend folgte der nächste Übungsabschnitt direkt am Gewässer. Die Einsatzkräfte seilten sich von der Donaubrücke kontrolliert ins Wasser ab und trainierten so den Übergang von der Seiltechnik in den Wasserrettungseinsatz.
Ein weiterer Schwerpunkt war das Abseilen in ein Raft. Diese Variante kann besonders dann wichtig sein, wenn Einsatzkräfte gezielt in ein Boot gebracht werden müssen oder eine Einsatzstelle vom Wasser aus weiter angefahren wird. Auch hier kam es auf klare Kommunikation, saubere Abläufe und ein gutes Zusammenspiel zwischen den Beteiligten an.
Die Übung zeigte erneut, wie vielseitig die Anforderungen im Fachbereich Strömungsrettung sein können. Neben Kraft und Ausdauer sind vor allem Fachwissen, Konzentration, Teamarbeit und Vertrauen in die eigene Ausrüstung gefragt. Für die Einsatzkräfte der DLRG Sigmaringen war der Übungsabend eine wertvolle Gelegenheit, vorhandene Kenntnisse zu vertiefen und Abläufe für mögliche Einsätze weiter zu festigen.
Ein herzliches Dankeschön gilt Max und Nils für die Planung und Leitung der Übung sowie allen Beteiligten für die konzentrierte Mitarbeit bei dieser anspruchsvollen Ausbildung.